SCC 26

Ministerium besetzen – und dann? Wie wir für unsere existierenden politischen Behindertenstrukturen sorgen (bevor es zu spät ist)

Die „Rasenmähermethode“ der deutschen Bundesregierung macht selbstverständlich auch vor den grundlegendsten Errungenschaften der deutschen Behindertenrechtsbewegung nicht halt, wie Assistenz, Barrierefreiheit und Teilhabe.

Als Reaktion formiert sich in Deutschland gerade eine „Neue Krüppelbewegung“, um mit Aufsehen erregenden Aktionen auf diese unmenschlichen Missstände hinzuweisen.

Doch was ist mit den existierenden Gestaltungsmöglichkeiten auf Kommunal- Landes- und Bundesebene? Wer macht diese (oft unsichtbare und wenig gedankte) Sorgearbeit, und wie sorgen wir dafür, dass diese Strukturen nicht sang- und klanglose verschwinden?

Aus unserer Erfahrung in der kommunalen Behindertenselbstvertretung und in der queeren Jugendarbeit vor Ort möchten wir euch erst existierende Strukturen aufzeigen und dann mit euch zusammen erarbeiten, wie ihr euch engagieren könnt, und was es braucht, um die wenigen konkreten politischen Mitbestimmungsmöglichkeiten so gut zu nutzen wie es geht.

Der Workshop hat nur die Situation in Deutschland zum Thema. Diese Themen sind schon auf Deutsch schwierig zu behandeln, wir können leider keine Teilhabe auf anderen Sprachen stemmen.

Einfache Sprache:

Die Bundes-Regierung spart Geld.

Das ist ein Problem für behinderte Menschen.

Zum Beispiel:

Es gibt weniger Assistenz.
Barrieren werden nicht abgebaut.
Behinderte Menschen können schlechter mitmachen und mitentscheiden.

Viele Menschen sind deshalb wütend.

Sie protestieren.

Sie machen auf die Probleme aufmerksam.

Aber Protest allein reicht nicht.

Es gibt schon Orte, an denen behinderte Menschen mitreden können.

Zum Beispiel:

in der Stadt,
im Bundes-Land,
und im Bund.

Dort setzen sich Menschen für die Rechte von behinderten Menschen ein.

Diese Arbeit ist wichtig.

Aber viele Menschen sehen diese Arbeit nicht.

Im Workshop schauen wir gemeinsam:

Welche Möglichkeiten gibt es?
Wie kannst du mitmachen?
Wie können wir diese Möglichkeiten erhalten?

Wir erzählen auch von unseren Erfahrungen.

Wir arbeiten in der Selbst-Vertretung von behinderten Menschen.

Und wir arbeiten in der queeren Jugend-Arbeit.

Wichtig

Im Workshop geht es um Deutschland.

Der Workshop ist auf Deutsch.

Die Themen sind schwer.

Darum können wir den Workshop leider nicht in anderen Sprachen anbieten.


In which language would you like to give the contribution?:

Deutsch

Who is your contribution (especially) aimed at?: especially people with disabilities
The speaker’s profile picture
Daniel

er/ihm, behindert, politisch, Nerd, wütend, irgendwie queer, aus dem Südwesten

The speaker’s profile picture
Sam

(-/er)
queer. disabled. writer
Pädagogische Fachkraft in der offenen, queeren Jugendarbeit