Antiziganismus in den Medien. Wie geht diskriminierungskritische Medienarbeit?
02.10.2026 , in Präsenz (FMP1)
Sprache: Deutsch

Kennst du das Wort „Antiziganismus“? Weißt du auch, was es bedeutet? Woher kommen die hartnäckigen Vorurteile über Sintizze und Romnja und wie prägen sie noch heute die deutsche Medienlandschaft?

Nach einer Einführung in das Thema werden anhand verschiedener Praxisbeispiele antiziganistische Muster in Text und Bild herausgearbeitet. Im Anschluss werden Möglichkeiten einer diskriminierungssensiblen Medienarbeit über Sintizze und Romnja vorgestellt und konkrete Dos und Don’ts festgehalten.


Antiziganismus ist in der deutschen Mehrheitsgesellschaft seit Jahrhunderten fest verankert. Zahlreiche Bevölkerungsumfragen der letzten Jahre belegen dies. Der Sensibilisierungsgrad ist noch geringer als bei anderen Formen von Rassismus; dementsprechend groß ist der Handlungsbedarf. Denn für Betroffene hat er weitreichende Konsequenzen: von strukturellen Ausschlüssen über „nicht böse gemeinte“ Kommentare hin zu körperlicher Gewalt.

Eine wichtige Rolle spielen in diesem Kontext die Medien, deren Berichterstattung immer noch von antiziganistischen Stereotypen geprägt ist. So wirken sie selbst an der antiziganistischen Ethnisierung sozialer Probleme und rassistischen Ausgrenzungsprozessen mit.

Ziel dieses Workshops ist, die Teilnehmenden zu befähigen, diese rassistischen Diskurse über Sintizze und Romnja zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck wird zunächst grundlegendes Wissen zum Thema Antiziganismus vermittelt und anschließend seine Erscheinung in den Medien – sowohl im Text als auch im Bild – beleuchtet. Mithilfe unterschiedlicher interaktiver Übungen und Kurzinputs wird der praxisorientierte Austausch angeregt und eine fachspezifische (Selbst-)Reflexion ermöglicht. Im Anschluss werden Best Practice Beispiele einer diskriminierungssensiblen Berichterstattung in Bezug auf Sintizze und Romnja vorgestellt.


Teilnahmevoraussetzungen:

keine

Lernziel 1:

grundlegendes Wissen über Antiziganismus erwerben

Lernziel 2:

Antiziganistische Mediensprache (Text & Bild) erkennen und reflektieren

Lernziel 3:

diskriminierungssensible Berichterstattung über Rom:nja erlernen

Amaro Foro ist eine Migrant:innen-Selbstorganisation von Rom:nja und Nicht-Rom:nja in Berlin. Wir bieten Sozialberatung auf Rumänisch, Bulgarisch und Romanes an, dokumentieren in unserem Monitoringprojekt DOSTA/MIA-Berlin antiziganistische Vorfälle in Berlin und geben Fortbildungen für Fachkräfte.