05.08.2026 –, WS 6 Sprache: Deutsch
Praxisanteil: 3
Sprachliche Komplexität: 2
Geeignet ab 14 Jahren
Trauern als sozialen Prozess verstehen – und Abschiedskultur zurückerobern
Über Jahrtausende haben Menschen ihre Toten gemeinsam versorgt, Abschiede gestaltet und Erinnerungen lebendig gehalten. Erst unsere moderne Trauer- und Bestattungskultur hat viele dieser Aufgaben professionalisiert, kommerzialisiert und in den privaten Raum verlagert.
Die Covid-Pandemie hat deutlich gemacht, wie schmerzhaft es ist, wenn Abschiede nicht gemeinsam gestaltet werden können – und gleichzeitig haben wir erlebt, wie kreativ Menschen neue Rituale, Formen der gegenseitigen Unterstützung und des gemeinsamen Erinnerns entwickeln konnten, wo es den Raum dafür gab.
In diesem Workshop wollen wir Trauern als gemeinschaftliche Praxis neu entdecken: Welches Wissen ist uns weggenommen worden und wie können und müssen wir es uns zurückholen? Wie können wir Abschied, Bestattung und Erinnerung, gerade unter schwierigen Bedingungen selbst gestalten?