2026-05-28 –, Tent B: Anti-colonial, International Language: Deutsch
Layla F Saad (Me and White Supremacy) definiert Alibiengagement als „die Praxis, lediglich symbolische Anstrengungen zu unternehmen.“ Das äußert sich zum Beispiel indem eine überwiegend weiße Gruppe eine Handvoll Alibi-BIPoC einlädt. Dabei erweckt die Gruppe nach außen hin den Eindruck von Vielfalt, ohne aber in der Praxis tatsächlich etwas für Inklusion und gegen Rassismus zu tun. Layla F Saad beschreibt, dass sich BIPoC fragen könnten „Wurde ich eingeladen, weil ich einen wertvollen Beitrag leiste oder weil man damit ein Häkchen hinter das Thema Vielfalt machen möchte?“. Es ist wichtig, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, weil dieses Verhalten entwürdigend, ausbeutend und verletzend gegenüber BIPoC ist. Wo gibt es Alibiengagement in meinem Umfeld, meiner politischen Gruppe, meiner Freizeit, meiner Lohnarbeit, meinem Freundeskreis? Wir sprechen über Alibiengagement als Teil der Ideologie der weißen Überlegenheit (White Supremacy) und was wir dagegen tun können. Es soll ein mutiger, offener und ehrlicher Raum sein. Wir wollen empathisch und kritisch miteinander umgehen. Basti leitet den Workshop aus einer weißen, cis-männlichen Perspektive an. Der Workshop richtet sich vor allem an Menschen mit weißen Privilegien, ist aber offen für alle Menschen. Trigger-Warnung! Der Workshop kann für BIPoC gewaltvolle Erinnerungen hochholen. Bitte achtet auf euch, wenn ihr an diesem Workshop teilnehmt!