07.08.2026 –, WS 5 Sprache: Deutsch
Eine pflanzenbasierte Ernährung ist zentral für Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Aber teils wird argumentiert, in Krisen sei Tierhaltung in kleinem Maßstab sinnvoll und vertretbar. Wir wollen mit euch über praktische Fragen und ethische Prinzipien diskutieren.
Aktuell ist die Tierindustrie ein zentraler Treiber des Klimakollapses und verbraucht enorme Mengen von knapper werdenden Ressourcen. Daher ist klar, dass unser aller Ernährung sowohl für den Klimaschutz als auch für eine höhere Versorgungssicherheit viel pflanzlicher werden muss.
Aber sollten wir in kommenden Krisen, wenn Strukturen zusammenbrechen und womöglich selbst organisierte Nahrungsproduktion immer wichtiger wird, ganz auf vegane Versorgung setzen? In der rechten Prepperszene stehen Jagen und Fischen hoch im Kurs. Aber auch in linken Debatten wird teilweise argumentiert, dass Tierhaltung im kleinen Maßstab zum Überleben wichtig und unter bestimmten Bedingungen auch vertretbar sei.
Wir möchten mit euch darüber diskutieren und erstens praktische Fragen adressieren: Um welchen Beitrag zur Ernährung kann es konkret gehen, von welchen Bedingungen und welchen Mengen sprechen wir? Zweitens wollen wir Werte und Prinzipien reflektieren: Welche Rolle spielen Tiere in unserem Verständnis von Solidarität – und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?