Ökofeminismus: Zwischen Theorie und Praxis
06.09.2025 , Kornspeicher [SG 50 Zelt 2]

Was hat Landwirtschaft eigentlich mit Feminismus zu tun ? Und was haben Care-Arbeiterinnen, Hexen, Gärtnerinnen und Agrarökologinnen, Pilze und Würmer gemeinsam? Ökofeministinnen haben bereits in den 1970er Jahren Ökologie, Feminismus und Antikapitalismus auf den Land und in der Stadt zusammengedacht. Das Buch „Ökofeminismus zwischen Theorie und Praxis" erinnert an die vielen ökofeministischen Wegbereiterinnen: vom Frauenfriedenscamp von Greenham Common, über Schwarze Mütter in Arbeiterinnen Vierteln in Love Canal bis hin zu den Frauen der indischen Chipko Bewegung. "Indem wir die Radikalität ökofeministischer Gedanken und Geschichten heute wiederentdecken, können wir schon morgen unsere eigenen politischen Kämpfe aus ihnen erwachsen lassen". Was können Queerfeministinnen und Klimabewegte heute vom Ökofeminismus lernen? Wie sieht ökofeministische Praxis damals und heute aus? Wer sind eigentlich die Ökofeministinnen von heute? In der Lesung geht es um Theorie und Praxis: Von Streiks und Besetzungen, Commoning und kollektive Subsistenzarbeit bis hin zu autonomen Gemeinschaften und alternativen Gesellschaftsentwürfen.


Beschreibe deinen Programmbeitrag in 1-3 Sätzen.:

In dieser Lesung möchte ich das Buch "Ökofeminismus: Zwischen Theorie und Praxis" vorstellen und so vergangene Kämpfe vorstellen, um gemeinsam zu reflektieren, was ländliche und bäuerliche Kämpfe jetzt mit Ökofeminismus zu tun haben.

Wie viele Personen können an eurem Beitrag teilnehmen?:

Unbegrenzt, je nach Raum, gerne einfach draussen in gemütlicher Runde.

Mit welchem der folgenden Themen befasst sich dein Beitrag (hauptsächlich)?:

Ländliche Kämpfe

An wen richtet sich euer Beitrag?:

Der Beitrag ist offen für alle.

Wird für den Beitrag Vorwissen benötigt?:

Grundlegendes Vorwissen hilfreich

Welches Vorwissen wird benötigt/ist hilfreich?:

Im Buch versuchen akademische Sprache, die wir gelernt haben, alltagssprachlich zu erklären. Dies gelingt uns in manchen Kapiteln und in anderen scheitern wir. Ich hoffe Nachfragen sind in dem Raum den ich halten werde normalisiert.

Ich bin auf einem kleinen Dorf in Niedersachsen aufgewachsen und habe dort das Leben in Gärten, zwischen monokulturellen Feldern sowie das Schwimmen in Kiestagebaugruben kennengelernt. Queerfeindlichkeit war eher die Norm und emanzipatorische Praxis marginalisiert. In meinem Studium der Soziologie habe ich ökofeministische Theorien kennengelernt und 2024 im Buch "Ökofeminismus: Zwischen Theorie und Praxis" mit Nadine Gerner unser Wissen veröffentlicht. In meiner Dissertation an der TU Berlin schreibe ich aus einer ökofeministischen Perspektive über gesellschaftliche Verhältnisse im Bezug auf Gefühle, Entmenschlichung und Natur.