Die 12 Artikel von Memmingen und bäuerliche Assoziationen zur Gegenwart - szenische Lesung der AbL
2025-09-06 , Small Circustent

Im Jahr 2025 jährt sich der „große deutsche Bauernkrieg“ zum 500. Mal. Die 12 Artikel als erste Formulierung der Freiheits- und Menschenrechte wurden in Memmingen am 20. März 1525 von einem „Bauernparlament“ verabschiedet.
Trotz unserer heute natürlich grundlegend weit besseren Lage klingen doch viele Punkte im Kern seltsam vertraut. Die szenische Lesung schafft die einzelnen Kämpfe sowie deren Parallelen sichtbar zu machen.

Ein Arbeitskreis der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) hat sich mit der Geschichte aus bäuerlich widerständiger Perspektive befasst und möchte mit ihrer Arbeit auch den unglaublichen Mut der Bäuerinnen und Bauern würdigen, die damals gegen Unfreiheit, Willkür und Ausbeutung gekämpft haben.
Zudem haben sie versucht, zu den Forderungen der 12 Artikel (von der Aufhebung der Leibeigenschaft, über die Neufestsetzung der Abgaben und Frondienste bis zur Wiedereinsetzung alter Rechte zu Jagd, Fischfang und Holzeinschlag) Parallelen zu heutigen AbL-Forderungen zu finden.

Das Ergebnis ist eine 20minütige szenische Lesung, welche auf dem BäLäKä von jungen AbL- Mitgliedern aufgeführt wird.


Describe your program contribution in 1-3 sentences.:

Eine szenische Lesung der AbL zu den 12 Artikeln von Memmingen von 1525. Die Forderungen der aufständigen Bauern werden vorgelesen und widerständige bäuerliche Bezüge zu unserer Situation heute werden geknüpft.

How many people can participate/attend in your program contribution?:

200

Which of the following topics does your contribution (mainly) deal with?:

Bäuerliche Kämpfe

Who is your contribution aimed at?:

offen für alle

Is prior knowledge required for the contribution?:

Grundlegendes Vorwissen hilfreich, Kein Vorwissen benötigt

Wir sind eine Gruppe junger Bäuer:innen, Gärtner:innen, Imker:innen und agrarpolitisch interessierter Menschen.

Für unsere Vorstellung von Landwirtschaft ist die Möglichkeit, als Bäuerin und Bauer selbstbestimmt zu handeln, eine wesentliche Voraussetzung.
Wir sind überzeugt, dass es für die Herausforderungen der Zukunft keine industriellen Antworten gibt, sondern strukturreiche, regional angepasste Wirtschaftsweisen nötig sind.